Loading

Hallo Indien – Yoga, Relaxen & Surfen in Varkala

Hallo Indien – Yoga, Relaxen & Surfen in Varkala

Die Vorfreude in den letzten Tagen vor unserem Weiterflug war ziemlich gestiegen, vor allem bei Anni herrschte große Aufregung aber auch etwas Unsicherheit. Viele Reisende berichten von ihren Erfahrungen aus Indien. Dabei trafen viele unterschiedliche Meinungen aufeinander. Die Einen liebten es, die Anderen waren nie so richtig warm mit Indien geworden. Je mehr man den Geschichten lauschte, desto mehr wurde bei uns aber die Reiselust geweckt und wir konnten es kaum noch erwarten.

Während unserer letzten großen Reise 2014/15 stand Indien bereits auf unserer „eventuell“ Liste der Länder, die wir gern bereist hätten. Damals hatten wir uns aber dagegen entschieden, denn vor allem ich (Anni) hatte mich noch nicht bereit gefühlt für dieses große Abenteuer, daher hatten wir es zunächst aufgeschoben. Dieses Mal gab es aber keine Ausrede mehr, denn neben Sri Lanka stand Indien als Reiseland von vorn herein fest. Zuhause in Berlin hatten wir uns bereits vor dem Start unserer Reise etwas intensiver mit Indien auseinandergesetzt. Dabei hatten wir herausgefunden, dass der Süden (also v.a. der Staat Kerala) als der beste Start für Indien-Neulinge gilt und den Einstieg in das etwas andere Reisen erleichtert. Es gibt in Kerala keine so riesigen Metropolen wie weiter nördlich, der Verkehr ist noch halbwegs erträglich und die Menschen sind alle sehr offen und hilfsbereit. Daher hatten wir uns schon in Berlin dazu entschieden, einen Weiterflug von Colombo nach Trivandrum (der Hauptstadt Keralas) zu buchen. Mit Sri Lankan Airlines ging es dann schließlich 45 Minuten mit bester Multimedia-Ausstattung im Flugzeug in den Südwesten Indiens. Wir hatten uns vorab schon bei der Unterkunft einen Flughafen-Pickup gebucht und kaum am Flughafen gelandet, haben wir auch direkt die neue Zeitzone „IST“ – eigentlich „Indian Standard Time“, von Reisenden aber auch gern als „Indien Stretchabale Time“ bezeichnet (diese Zone gilt wohl für ganz Indien :-)) – kennengelernt, denn von unserem Fahrer war weit und breit nichts zu sehen. Viele Anrufe und über eine Stunde später hatte er uns dann aber doch endlich eingesammelt und es ging mit dem Auto zu unserem ersten Ziel – Varkala.

Vorab hatten wir zwei Nächte in der Unterkunft „Indigo Homestay“ gebucht, aber schon nach dem ersten kleinen Spaziergang und sehr (endlich wieder!!!) leckerem Kaffe war eigentlich klar, dass wir hier wesentlich mehr Zeit zubringen möchten. Das ging auch vielen anderen Backpackern so, fast jeder den wir trafen hatte uns berichtet, dass er viel länger als ursprünglich geplant geblieben ist und von diesem entspannten Ort nicht mehr weg kommt. Varkala ist vor allem für Yoga, die wunderbare Aussicht von den Klippen & den schönen Strand bei den Touristen bekannt. Es ist außerdem ein hinduistischer Pilgerort mit dem mehr als 2000 Jahre alten „Janardana-Swami-Tempel“. Überall an den Klippen gibt es kleine Cafés und Restaurants die zum Entspannen bei großartiger Aussicht einladen.

Unsere Unterkuft „Indigo Homestay“ bot Möglichkeiten für Yoga Stunden an, der wir uns auch direkt am ersten Tag angeschlossen hatten. Es war wie erwartet sehr gut, die Atmosphäre und der Stil der Stunde haben uns sehr gut gefallen und mit unserem Lehrer haben wir uns auch auf Anhieb super verstanden. Wir sind mit ihm näher ins Gespräch gekommen und es stellte sich heraus, dass er einen Yoga-Intensivkurs anbietet und mit uns theoretisch direkt los legen könnte. Wir haben gar nicht lange überlegt und uns dazu entschieden, mindestens eine weitere Woche für Yoga zu bleiben. Am nächsten Tag startete dann auch schon unser Programm für die nächsten Tage: morgens 8.30-10.00 Uhr die erste Yoga-Einheit, danach Frühstück und kurz entspannen. Anschließend 12.00-14.00 Uhr Yoga-Theorie und Philosophie, Pause. 16.00-17.30 Uhr Yoga-Stunde mit den anderen zwei Schülern unseres Teams, Abendbrot (wir wurden auf Diät gesetzt und sollten nach 18 Uhr nicht mehr essen), 19.00-21.00 Uhr Yin-Yoga + Meditation. Ein ziemlich volles Programm, aber auch sehr spannend und lehrreich. Schon nach den ersten Tagen konnten wir deutliche Veränderungen spüren und fühlten uns schon viel fitter als vorher. Es ist immer eine tolle Erfahrung etwas neues zu lernen und macht doppelt so viel Spaß, wenn man es zu zweit machen kann 🙂 So vergingen die Tage gefühlt viel zu schnell, denn durch die ganztägige Beschäftigung fliegt die Zeit nur so davon. So wurden aus geplanten drei Tagen in Varkala am Ende 13 Tage voller Yoga, entspannen und ab und an mal surfen, wenn die Wellen es zugelassen haben. Unser Resümee nach fast zwei Wochen Yoga in Varkala: Es war eine super Entscheidung sich die Zeit zu nehmen und etwas Neues zu lernen, wir haben großartige Menschen kennengelernt und konnten das erste Mal so richtig auf Reisen abschalten. Wer selber Lust bekommen hat, in die Welt des Yoga in Indien einzutauchen, der kann gern hier nach Yoga-Retreats umschauen.

Wie bereits erwähnt, kann man neben Yoga in Varkala auch surfen. Da es im Dezember 2017 aber einen ziemlich fiesen Zyklon gab, funktionieren einige der Surfbreaks nicht mehr so richtig, da die Sandbänke sich ins Meer verabschiedet haben. Und so musste Celle 7 lange Tage warten, bis die Wellenvorhersage sich endlich änderte und er wieder surfen konnte. Zumindest drei Tage konnte er in die Wellen, auch wenn er dafür zum Teil den Yoga-Unterricht schwänzen musste, hat es sich gelohnt!

So langsam wird es Zeit den Rucksack wieder zu packen und sich das „restliche“ Indien anzuschauen 🙂 Wir haben eine sehr lange Liste an Zielen, die wir gern sehen möchten – das Abenteuer Indien kann also endlich richtig beginnen!

Anni

LEAVE A COMMENT