Kitesurfen in Kalpitiya – Bucketlist #1

Kitesurfen in Kalpitiya – Bucketlist #1

Was gibt es schöneres als einen Haken auf seiner Bucketlist zu machen? Vor unserer Reise hatten Anni und ich uns Gedanken darüber gemacht, was wir alles während unserer Reise so lernen bzw. machen möchten. Dabei stand das Kitesurfen ganz oben auf meiner (Celles) Liste. Aus diesem Grund haben wir uns nach den schönen Tagen im Hochland Sri Lankas auch dafür entschieden, unsere letzten Tage am Meer zu verbringen – genauer gesagt an der Westküste in Kalpitiya! So ganz leicht fiel uns diese Entscheidung allerdings nicht, denn sie bedeutete gleichzeitig, dass wir aus zeitlichen Gründen leider nicht mehr den Norden, rund um Jaffna, reisen konnten. Ob wir diese Entscheidung jetzt im Nachhinein bereuen? Auf keinen Fall, denn aufgehoben ist ja bekanntlich nicht aufgeschoben! Zudem hatten wir durch unseren Recherchen herausgefunden, dass die Hauptsaison mal wieder vorbei war, es aber selbst Anfang März noch genügend Wind gibt, um das Kitesurfen zu erlernen. Da uns die menschenleeren Strände Arugam Bays in der Nebensaison so gut gefallen hatten, konnten wir gar nicht anders und mussten uns für Kalpitiya entscheiden 🙂

So schulterten wir einmal mehr unsere Rucksäcke und fuhren mit dem Bus von Kandy nach Kalpitiya. Auch dieses Mal war die Tour entspannter als wir vorher dachten. Von Kandy ging es mit einem klimatisierten Minibus nach Kurunegala. Bei 30 Grad ist so eine Klimaanlage echter Balsam für die Reiseseele. Leider hatten wir diesen Luxus nur für eine Stunde, denn die nächsten 100km zwischen Kurunegala und Puttalam mussten wir wieder mit dem Localbus zurücklegen. Die Straße führt direkt durchs Landesinnere und dauerte ca. vier Stunden. Wir hatten das Glück, dass wir in Puttalam sofort in den nächsten Bus springen konnten und so kamen wir nach insgesamt sieben Stunden endlich in Kalpitiya an. Zugegeben waren wir ein wenig überrascht, denn irgendwie hatten wir uns die kleine Stadt ein wenig anders vorgestellt. Kalpitiya selbst ist nämlich nicht wirklich schön. Aber zum Glück hatten wir uns für ein Unterkunft in der Nähe der Lagune direkt am Strand und 10km stadtauswärts entschieden. Für 500 Rupies (ca 2,50€ Euro) ging es also mit dem TukTuk über holprige Sandwege weiter, bis wir dann endlich am Ziel waren. Unsere Unterkunft, die „Surfpoint Sri Lanka Kite Village“ war sehr gemütlich und entsprach genau unserer Vorstellung, auch wenn es verglichen zum restlichen Sri Lanka viel teuerer war. Menschenleere Strände und vereinzelt ein paar Kiter auf dem Wasser, hier lässt es sich aushalten. Kitesurfen ist übrigens so ähnlich wie Surfen, nur anders :D. Anstelle von Wellen benötigt man dazu jede Menge Wind, einen Kite-Schirm und ein Board. Durch die riesige, vorgelagerte und flache Lagune ist Kalpitiya der perfekte Ort um diesen Sport zu erlernen. Allerdings gestaltet sich die Suche nach einer guten Schule schwieriger als gedacht. Viele der Unterkünfte sind in der Nebensaison entweder schon geschlossen oder die Lehrer sind bereits ausgeflogen. Am ersten Tag schnappten wir uns daher einen Scooter um die Gegend zu erkunden und eine geeignete Schule zu finden, die nicht unseren Budgetrahmen sprengte. Leider waren wir an diesem Tag erfolglos und so begnügten wir uns mit Yoga und entspannen am Strand. Am nächsten Tag durchforsteten wir das Internet und kontaktierten einige Schulen per WhatsApp – mit Erfolg! Celle konnte also endlich raus aufs Wasser und mit den anderen großen Kindern spielen. 2 Tage á 4,5 Stunden und 200€ später lief es dann auch schon richtig gut! Umso trauriger, dass der letzte Tag leider nicht mehr genug Wind hatte, als das man nochmal aufs Wasser gekonnt hätte. Die sechs Tage in Kalpitiya waren genau das Richtige für uns um in Ruhe von Sri Lanka Abschied zu nehmen und die Seele in der Hängematte baumeln zu lassen. Der Tourismus scheint hier tatsächlich nur in der Hauptsaison angekommen zu sein.

Wir hatten das Glück, das nur wenige Leute sich hierher verirrten, was sich sicherlich in den nächsten Jahren ändern wird. Die perfekten Kitesurf-Bedingungen in der Hauptsaison und der Kilometer lange Strand direkt gegenüber sind einfach prädestiniert um hier einen größeren Tourismus aufzuziehen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Planung Hand in Hand mit den hier lebenden Fischern und deren Familien passieren wird. Lebe wohl du schönes Sri Lanka, wir werden uns sicherlich bald wiedersehen! Einen besseren Start für unsere Reise hätten wir wohl nicht haben können und nun geht es auf zum nächsten Abenteuer: INDIEN!

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