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10 Tipps für eure Reise durch Sri Lanka

10 Tipps für eure Reise durch Sri Lanka

Um euch das Reisen in Sri Lanka ein wenig zu vereinfachen, haben wir unsere Top10 Reisetipps für Sri Lanka zusammengestellt. Von Geld sparen über allgemeine Tipps & Tricks bis hin zu Wanderempfehlungen ist alles dabei. Wir hoffen unsere Zusammenfassung hilft euch bei eurer Reiseplanung durch dieses wundervolle Land.

1) Gegen den Uhrzeigersinn reisen

Die meisten Backpacker die nach Sri Lanka kommen, reisen erst einmal von Negombo (Flughafen) nach Kandy um anschließend mit dem Zug weiter ins Hochland zu fahren. Die ca. 5-stündige Zugfahrt ist atemberaubend schön, aber leider auch ziemlich überfüllt mit Touristen, sodass die begehrten Plätze an der Tür oder den Fenstern oft nur schwer zu ergattern sind. Wer gegen den Uhrzeigersinn reist – z.B. über die Westküste in den Süden und dann ins Hochland, hat genau die gleiche Strecke aber weitaus bessere Chancen auf einen relativ leeren Zug und muss sich vor allem um die Ticketbuchung keine Sorgen machen. Wir sind einfach früh am morgen zum Bahnhof in Haputale gegangen, haben uns ein Ticket für die 3.Klasse gekauft (ca. 2€ bis nach Kandy pro Person) und hatten das ganze Zugabteil fast für uns allein. Infos zu den Abfahrtzeiten findet ihr hier: Fahrplan

2) Spartipp: Raus aus den Restaurants und rein in die Hotels!

Keine Angst, wir sprechen nicht von Hotels, wie wir sie bei uns kennen, sondern von kleinen „Imbissbuden“ die mit günstigen und vor allem leckeren Gerichten an vielen Ecken zu finden sind (Das Wort „Hotel“ ist in Sri Lanka & Indien übrigens ein altes Synonym für Restaurant). Auch wenn einige der Hotels auf den ersten Blick nicht sehr einladen wirken, können wir nur jeden ans Herz legen sich dieses leckere Essen nicht entgehen zu lassen. Zudem kommt man den Einheimischen etwas näher, hält einen kleinen Smalltalk ab und schont auch noch die Reisekasse 🙂

3) Nebensaison nutzen, Geld sparen und die Ruhe genießen

Zugegeben ist dieser Tipp nicht immer ganz wasserfest und Jedermanns Sache, aber wir schwören auf die Nebensaison! Im Februar verirren sich normalerweise nur wenige Touristen in den Osten Sri Lankas (z.B. Arugam Bay), da die Saison erst im April/Mai startet und es im Februar durchaus auch des öfteren regnen kann. Wir haben es Mitte Februar trotzdem gewagt und bereuen es keine Sekunde. Neben den menschenleeren Stränden und der idyllischen Ruhe kann man auch die Reisekasse schonen. In der Nebensaison kosten die meisten Unterkünfte weniger als die Hälfte und wir haben z.B. für einen schönen Doppelzimmer-Bungalow direkt am Strand von Arugam Bay nur 7€/Nacht bezahlt. Die Surfbedingungen waren zwar nicht die Besten, aber man konnte trotzdem raus in die Wellen und ein wenig Spaß haben. Regen gab es nur an einem von fünf Tagen, also ein ziemlich guter Schnitt wie wir finden.

4) Fortbewegung: Geld sparen und mit den lokalen Bussen reisen

Das Reisen mit dem Bus in Sri Lanka ist ziemlich unkompliziert, da die Einheimischen super hilfsbereit sind und einem verwirrten Backpacker gern weiterhelfen. Viele Reisende bevorzugen es dennoch mit einem privaten Fahrer oder teuren Minibusen zu reisen. Das mag wohl in den meisten Fällen schneller und entspannter sein, aber gleichzeitig auch wesentlich teurer und man sieht weniger von Land und Leuten. Wer etwas mehr Zeit hat und die Reisekasse schonen will, der sollte die staatlichen Busse nutzen. Die Busse der Marke „Lanka Ashok Leyland“ fahren in alle Himmelsrichtungen und das oft mehrmals am Tag. Der Busfahrer sagt einem in der Regel auch, wo man aussteigen muss bzw. in den nächsten Bus wechseln soll, um sein Ziel zu erreichen. Um in den Bus zu steigen muss man auch nicht wirklich an einer Haltestelle warten, denn wenn wir eines gelernt haben, dann ist es, dass die Busse jeden von der Straße aufsammeln der gern mitfahren möchte. Jedoch muss man flink beim einsteigen sein, denn der Bus hält nicht wirklich an, sondern rollt langsam weiter und beschleunigt sofort wieder, sobald der letzte Fahrgast seinen Fuß in die Tür gesetzt hat. Um nicht vergeblich am Straßenrand zu warten, sollte man am besten einfach zum Busbahnhof laufen und dort nachfragen, wann der nächste Bus kommt. Wir hatten übrigens auch keinerlei Probleme mit unseren großen Rucksäcken zu reisen und wurden nur einmal gebeten einen zusätzlichen Sitz (0,60€) zu bezahlen, da wir durch die Rucksäcke drei Plätze eingenommen hatten. In der Regel kann man aber seinen Backpack kostenlos vorn beim Busfahrer oder im Gepäckraum verstauen.

5) Mindestens einmal mit dem Zug fahren

Als große Zugfahrfans können wir nur sagen, dass Sri Lanka einfach perfekt ist um mit dem Zug durchs Land zu reisen. Die meisten Züge sind nicht nur aufgrund ihres Alters sehr beeindruckend, auch die Landschaft ist einfach traumhaft. Die Strecke von Colombo Richtung Weligama führt beispielsweise direkt am Meer entlang und ist wirklich schön. Ein absolutes Highlight ist allerdings die Tour durch das Hochland (Kandy – Ella). Mit teilweise Schrittgeschwindigkeit geht es durch die Berge, vorbei an Teeplantagen und über Flüsse, bis man nach ca. 6 Stunden dann am Ziel angekommen ist. Die Zeit vergeht wie im Fluge und man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Ein absolutes Muss! (Infos zu den Abfahrtzeiten findet ihr hier: Fahrplan)

6) Yoga und Surfen in Weligama auf eigene Faust

Vor unserer Ankunft in Weligama hatten wir überlegt uns ein Yoga & Surf Retreat zu buchen, da diese Aktivitäten einer der Hauptgründe für unsere Reise in den Süden waren. Im Nachhinein sind wir sehr froh, dass wir es nicht gemacht haben, denn die Preise für die Camps sind wirklich ziemlich hoch. Wer Lust auf Surfen & Yoga hat, der kann das sehr entspannt auch auf eigene Faust organisieren und dabei jede Menge Geld sparen. Viele Unterkünfte arbeiten mit Surfschulen zusammen, die wie Sand am Meer am Hauptstrand von Weligama zu finden sind. Die Qualität des Unterrichts ist auch ziemlich gut und der große Vorteil ist, dass man selber entscheiden kann wann und bei welcher Schule man Unterricht nehmen möchte. (Schaut am besten mal bei Tripadvisor nach und entscheidet welche Schule für euch die Beste ist) Beim Surfen hatte sich Anni für die „AMA Surfschool“ entschieden und hatte mit den Jungs jeden Menge Spaß in den Wellen. Zwei Stunden Unterricht kosten 2500rs (ca. 13€). Dabei ist man entweder allein mit dem Surflehrer im Wasser oder maximal zu Zweit. Wenn man vorab bereits weiß, dass man mehrere Unterrichtsstunden haben möchte, kann man den Preis auch neu verhandeln und je nach Schule auch nur 2200rs pro Einheit bezahlen. Das gleiche gilt übrigens auch für Yoga. Viele Unterkünfte bieten Yoga-Unterricht für ca. 600 – 1000rs an. Wir waren jeden morgen beim Sunrise-Yoga am Strand von Weligama. Der Unterricht startete um 6 Uhr morgens und wird von der „Freedom Surfschool organisiert. Der perfekte Start in den Tag. Zusätzlich gibt es noch viele weitere Unterkünfte die über den Tag verteilt (meist ab 16:30 Uhr wegen der Mittagshitze) Yoga-Unterricht auf ihrem Dach anbieten. Die günstigste Stunde hatten wir im Cheeky Monkeys für 600rs pro Person gefunden. Die Surfschulen bieten übrigens auch Touren zu den unterschiedlichen Surfspots an, sehr zu empfehlen für diejenigen unter euch, die schon etwas fortgeschrittenere Surfer sind.

7) Nationalparks: Kumana statt Yala

Sri Lanka bietet neben den schönen Stränden auch eine Vielzahl an Nationalparks in denen es nur so von Elefanten, hunderte verschiedene Arten von Vögeln, Wasserbüffeln und Rotwild wimmelt. Mit etwas Glück sieht man sogar einen Leoparden oder Bären. Die bekanntesten Nationalparks sind wohl der Yala Nationalpark und der Uda Walawe Nationalpark. Unterwegs haben wir viele Reisende getroffen, die in einem der beiden Parks auf einer Safari waren und der O-Ton war immer der Gleiche: schönes Erlebnis, aber total überfüllt mit Jeeps die den Tieren teilweise hinterher jagen. Aus diesem Grund hatten wir uns für den unbekannteren Kumana Nationalpark im Osten des Landes entschieden. Neben unserem Jeep waren nur zwei weitere im ganzen Park unterwegs (was vielleicht auch an der Nebensaison lag). Im Kumana Nationalpark hat man, wie auch im Yala Nationalpark, die Chance einen seltenen Leoparden zu Gesicht zu bekommen. Leider hatten wir an diesem Tag kein Glück, aber die Tour war trotzdem ein tolles Erlebnis. Neben den vielen Elefanten, Mungos und Krokodilen war vor allem die Vielzahl an unterschiedlichen Vogelarten sehr beeindruckend. Der Preis ist in etwa der Gleiche wie bei den großen Nationalparks. Wer jedoch eine ruhigere Safari bevorzugt, dem können wir den Kumana Nationalpark nur empfehlen.

8) Preise für die Unterkunft vor Ort verhandeln

An sich ist das für einen Vielreisenden wohl kein Geheimnis mehr, aber in Sri Lanka ist es uns ganz besonders aufgefallen, dass man mit so gut wie jeder Unterkunft einen besseren Preis verhandeln kann, wenn man das direkt vor Ort macht. Da Hotels/Homestays/Hostels für jede Übernachtung die z.B. bei booking.com gebucht wird eine Kommission von ca. 15% des Gesamtbetrages den sie den Gästen in Rechnung stellen, zahlen müssen, ist das auch nicht weiter verwunderlich. Die Rechnung hier ist ganz einfach: Keine Kommission an Booking & Co. = besserer Preis für dich. Wir buchen meistens die erste Nacht um einen Anlaufpunkt in der Stadt oder am Strand zu haben. Nachdem wir uns ein wenig umgeschaut haben, verhandeln wir mit den Unterkünften den Preis für die nächsten Nächte. Der einzige Nachteil unseres Plans ist natürlich, dass wenn einmal alle Zimmer für die kommenden Tage ausgebucht sind, man sich eine neue Bleibe suchen muss. Das war bisher aber noch nie ein Problem, denn oftmals findet man problemlos in der Nähe eine mindestens genauso schöne Unterkunft. Wer ebenfalls seine erste Nacht vorab buchen möchte, der kann mit unserem Link 15€ auf seine nächste Buchung bei booking.com sparen.

9) Wandertipp: die Teefelder von Haputale

Wenn man an das Hochland von Sri Lanka denkt, dann kommen einem meistens sofort Ella, Nuwara Eliya und der Adams Peak in den Sinn. Abseits von den bekannten Touristenorten gibt es aber noch viel mehr zu sehen – wie z.B. Haputale. Die Stadt an sich ist nicht die Schönste, aber hat trotzdem einen anziehenden Charme. Die Hauptattraktion sind aber die Teefelder rund um Haputale. Diese Gegend eignet sich einfach hervorragend zum Wandern abseits der Touristenmassen. Wer also 1-2 Tage Zeit hat, der sollte auf dem Weg von Ella nach Kandy (oder umgekehrt)  in Haputale aus dem Zug springen und sich die Wanderung zum/vom Lipton Seat nach Haputale nicht entgehen lassen – am schönsten ist es natürlich bei Sonnenaufgang. Aber seid gewarnt! Wir konnten während unseres Aufenthalts nirgendwo Kaffee finden, der nicht doch nach Schwarztee mit Milch und Zucker geschmeckt hat 😀

10) Mal etwas neues ausprobieren? Dann ab nach Kalpitiya zum Kitesurfen!

Wer unseren letzten Blogbeitrag gelesen hat, der weiß wovon wir sprechen. Kalpitiya liegt im Westen des Landes und scheint bisher nur auf dem Radar der Kitesurf-Touristen zu sein. Abwarten wie lange noch, denn der kilometerlange Sandstrand mit seiner riesigen Flachwasser-Lagune auf der gegenüberliegenden Seite eignet sich perfekt um den Tourismus hier etwas größer aufzuziehen. Deswegen heißt es schnell sein, die verbleibende Ruhe genießen und relativ günstig Kitesurfen lernen solange es noch geht. Dabei solltet ihr darauf achten, dass ihr eine Unterkunft in der Nähe von Kudawa wählt, denn Kalpitiya-Stadt ist leider etwas trist und gesichtslos.

celle

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